Das Tier soll mit

GERN GELESEN

WIE MAN TRÄUME LEBT UND WAS DABEI PASSIEREN KANN ...

Das Tier soll mit




Natürlich sollte man sein Tier nur mitnehmen, wenn es Auto fahren und häufige Ortswechsel auch verträgt und keine Angst hat. Das gewohnte Kissen, Spielzeug, Napf, eventuell benötigte Medikamente oder Spezialfutter, der EU-Heimtierausweis dürfen nicht vergessen werden.


In der Welt der Gesetze gelten Tiere im Fahrzeug als Ladung. Und für sie gilt § 22 StVO: „Jede Ladung muss so gesichert sein, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen kann.”  Und § 23 StVO: „Wer ein Fahrzeug führt, ist dafür verantwortlich, dass seine Sicht und das Gehör nicht durch die Besetzung, Tiere, die Ladung, Geräte oder den Zustand des Fahrzeugs beeinträchtigt werden.” Nichtbeachtung wird mit Bußgeld geahndet, bei Gefährdung gibt es sogar einen Flensburgpunkt.


Mit verzurrter Transportbox/-käfig, Absperrgitter oder einem Brustgeschirr zur Nutzung mit dem Anschnallgurt können Tiere gesichert werden. Um die Bewegungseinschränkungen auszugleichen, sollten besonders für Hunde häufige Pausen mit Gassi gehen und Tobezeit eingelegt werden. Aber Achtung: bevor die Tür nach draußen geöffnet wird, sollte der Hund an die Leine genommen werden, damit er im Überschwang der Freiheit nicht unter dem nächsten Auto oder im fernen Wald verschwindet. Reisen sind für viele Tiere Ausnahmesituationen, in denen sie schon mal den gelernten Gehorsam vergessen können.


Dass man sein Tier bei Hitze oder Kälte nicht alleine im Wohnmobil lässt, sollte selbstverständlich sein.


Bevor es dann überhaupt los geht, sollte man sicher sein, dass der Hund auch gesund ist. Bei Reisen ins Ausland gelten besondere Bestimmungen. Innerhalb Europas braucht das Tier eine gültige Tollwutimpfung (Erstimpfung mindestens 21 Tage vor Grenzübertritt), den „gepflegten” EU-Heimtierausweis, den der Tierarzt ausstellt und es muss eine Registriernummer haben, in der Regel per Mikrochip. Finnland, Großbritannien, Irland und Malta verlangen außerdem eine aktuelle Behandlung gegen Parasiten. Werden die Bestimmungen nicht eingehalten, droht schlimmstenfalls Quarantäne oder sogar Einschläferung.


In einige Ländern gelten noch ein paar Extrabestimmungen, z.B. Haftpflichtversicherungspflicht, Leinen- und/oder Maulkorbzwang, Einreiseverbot für bestimmte Hunderassen. Informationen dazu gibt es zum Beispiel beim ADAC/Reise&Freizeit/Ein- und Ausreise. Trotzdem erfährt man einiges auch erst unterwegs, z.B., dass in Spanien Hunde nicht mit in Restaurants (aber auf Terrassen meist geduldet) und öffentliche Verkehrsmittel dürfen.


Ist man auf Reisen muss man wissen, dass nicht jeder Campingplatz Hunde aufnimmt. In den meisten Camping- und Stellplatzführern gibt es Hinweise dazu. Manche Plätze sind aber auch auf Hunde spezialisiert, bieten Hundeduschen, Auslauf, Bespaßung und Gassiservice. Unverständlich ist, warum für Hunde auch dann extra kassiert wird, wenn nicht mal Hundekotbeutel geboten werden. Schließlich brauchen sie weder Extraplatz, noch Strom noch sanitäre Anlagen.


Selbstverständlich sollte sein, dass der Hund nicht über den ganzen Campingplatz streunt, keine anderen Menschen oder Tiere belästigt, seine Notdurft außerhalb des Campingplatz verrichtet und sein Haufen, egal wo, immer beseitigt wird. Na ja, über egal wo lässt sich streiten. Wenn nicht Gefahr besteht, dass irgendjemand hintreten könnte oder dem, der das Grün pflegt dabei dann die Sch… an den Fingern klebt oder um die Ohren fliegt, kann man die Tüte auch mal sparen. Ist besser für die Umwelt.


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© Susanne Norden