Darf es ein bisschen mehr sein

GERN GELESEN

WIE MAN TRÄUME LEBT UND WAS DABEI PASSIEREN KANN ...

Darf es ein bisschen mehr sein?




Zu beachten ist zunächst, dass Inhaber des alten Führerscheins 3 erst ab 7,5 to Gesamtmasse, Inhaber „Klasse B” aber schon ab 3,5 to einen LKW-Führerschein brauchen.


Bis 3,5 to zulässiger Gesamtmasse heißt inklusive voller Tanks, Gepäck und Insassen. Da stösst man bei der Zuladung mitunter schnell an Grenzen. Eine Überladung kann teuer werden und Punkte bringen. Daher am besten vor Reiseantritt auf die Waage fahren. Die findet man z.B. bei Recyclinghöfen, Müllabfuhr oder Raiffeisen.


Mit schwereren Mobilen müssen Überholverbote, Tempolimits und Benutzungsverbote die für LKW gelten eingehalten werden.


Außerdem machen viele Länder bei der Maut Unterschiede nach Gewicht, Länge, Achsanzahl oder Höhe. Und nicht immer kann den Mautstrecken ausgewichen werden. So wird in Österreich für über 3,5-Tonner eine Go-Box (gibt es z.B. an Tankstellen in Grenznähe) benötigt. Damit kostet die Fahrt nach Italien über den Brenner flugs gut 70 Euro (2016). Die Ausweichstrecke ist für Fahrzeuge über 3,5 to. verboten. Aber will man wirklich über große Umwege durch die Berge kraxeln?


Bis 3,5 to. gilt der normale Rhythmus für den TÜV, alle darüber müssen am dem siebten Jahr der Zulassung jährlich zum TÜV.


Außer einem Warndreieck müssen Schwergewichte auch eine Warnleuchte an Bord haben.


Wer nun sein Traummobil gefunden hat, es aber zu leicht oder zu schwer ist, kann es in Grenzen auf- oder ablasten lassen. Unbedingt vorher den TÜV oder die Werkstatt des Vertrauens nach den Vorschriften fragen. Hier nur eine kleine Erklärung:


Bei einer Auflastung wird die zulässige Gesamtmasse mit der zulässigen Achslast des Fahrzeugs verglichen. Sind in den Papieren niedrigere Werte verzeichnet, als auf der Achse, können die Werte in den Fahrzeugpapieren angepasst werden. Oft ist dafür neben einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des Herstellers oder eines Sachverständigen und einem neuen Typenschild auch eine andere Bereifung notwendig.


Bei einer Ablastung wird das verringerte zulässige Gesamtgewicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen. Dabei bleibt das Fahrzeug technisch unverändert, jedoch sinkt die Nutzlast um den Betrag der Ablastung. Ob eine Ablastung also überhaupt möglich und dann auch noch sinnvoll ist, zeigt ein Blick in die Papiere.


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© Susanne Norden