Hola España!

GERN GELESEN

WIE MAN TRÄUME LEBT UND WAS DABEI PASSIEREN KANN ...

Hola España!




Die Sonne scheint warm durch die Scheiben, sommerliche Urlaubsgefühle kommen auf. „Pullover aus, Hemden an!“ Elke folgt Peters Wunsch gern und fährt auf den nächsten Parkplatz, damit sie die warmen Sachen gegen etwas Luftigeres tauschen können.

„Och nö, es ist ja kalt!“ stellt Elke dann aber fest, als sie mit Alex das WoMo verlässt. „Ja. Acht Grad“, liest Peter vom Thermometer ab. „Ist doch egal. Drinnen ist es ja schon wie Sommer“ befindet er und schlüpft in kurze Hosen. Männer … Elke behält trotzdem lieber noch den Pullover an.

Schließlich ist das winterliche Burgos erreicht und nach einigen Extrarunden der Campingplatz am Rande der Stadt gefunden. Wieder einmal stimmten die Koordinaten nicht wirklich. „Grasplätze. Und das nach dem vielen Regen der letzten Tage.“ Peter erinnert sich an die nasse Wiese in Bingen, und dass sie sich dort festgefahren hatten.

„Ich fahr einfach rückwärts rein und bleib mit den Vorderrädern auf dem Weg stehen“, beruhigt ihn Elke. „Ist ja keiner da, den wir damit stören könnten. Und wir kommen morgen gut wieder runter vom Platz.“ Gesagt, getan.


Nach der langen Fahrerei des Tages tut ein ausführlicher Spaziergang jetzt gut. Der Campingplatz ist sehr hübsch am schmalen Río Alarzón gelegen und umgeben von Parks und Wäldern. Am gegenüber liegenden Flussufer lassen sich einige ältere Bauwerke aber auch Industrie erkennen.

„Ich hab Hunger“, verkündet Peter auf dem Rückweg. „Lass uns mal ins Restaurant des Platzes gucken.“ Aber als sie es erreichen, müssen sie feststellen, dass Hunde nicht mit hinein dürfen. „Wir könnten Alex ja ins WoMo bringen. Aber ich finde es viel zu laut hier“, erklärt Elke. In der Tat hat das Restaurant den Charme einer Bahnhofshalle mit spärlicher Einrichtung, greller Beleuchtung und dröhnendem Fernseher. Ziemlich typisch spanisch eben.

Als Elke und Peter beim Resteessen im kuscheligen Wohnmobil sitzen, kommt ein Wohnwagengespann aus Holland und eines aus England auf den Platz gefahren. „Sieh mal, die haben wir doch auf der Autobahn schon gesehen. Wieso haben die so lange gebraucht?“ rätselt Peter. „Vielleicht kennen die sich aus und haben woanders was gegessen“, antwortet Elke sarkastisch.

Die Fahrer der Gespanne steigen aus, betrachten die nassen Stellplätze, sehen zum Hymer herüber und parken dann, genau wie Elke, mit den Vorderrädern auf der Straße. Später kommt noch eine größere Gruppe Engländer mit Wohnmobilen, die genauso so parken. „Hah, guck mal“, triumphiert Elke, „da hatte ich doch eine coole Idee.“ „Ach was. Die hätten sowieso so geparkt“, brummt Peter. Er ist immer noch ein bisschen fuchsig, dass er wegen des gebrochenen Arms das Lenkrad abgeben musste.


Als Elke am nächsten Morgen mit Alex zum Fluss hinüber geht, herrscht dort schon reges Treiben. Scharen an Menschen laufen die Wege am Ufer entlang. Wo kommen die denn alle in der Früh schon her? Und wo wollen sie hin? Sie sehen alle nicht aus, als wären sie auf dem Weg zur Arbeit. Der Blick auf eine Hinweistafel bringt die Erklärung. Dieser Abschnitt ist Teil des Jacobsweges nach Santiago de Compostela. Elke staunt. Ob die wirklich alle den Jacobsweg erwandern? Um diese Jahreszeit?


„Wohin nun?“, fragt Elke, als sie wieder fahrbereit hinter dem Steuer sitzt. „Erst mal nach Salamanca“, gibt Peter die Richtung vor.

Die mautfreie Autobahn dort hin führt über eine gigantische Hochebene mit fast 1000 Meter über N.N. Bis zum Horizont nur Kornfelder und das über hunderte Kilometer. Keine Bäume, keine Knicks, keine Zäune. Nur hin und wieder riesige Stapel aus Strohquadern. Und die Straßen sind sogar in der Nähe der wenigen Städte leer.

„Boah, ist das langweilig hier“, bemerkt Peter. „Aber sieh mal, die Wolkenbilder am Himmel sind doch phantastisch.“ „Stimmt. Da vorne ist Alaejos, da kriegen wir vielleicht etwas zu essen.“ Elke verlässt die Autobahn und parkt vor einer Fernfahrerkneipe.

„Oha“, entfährt es Elke, als sie die Kneipe betreten. Ein paar Männer lümmeln am Tresen herum, der Fernseher lärmt und das Mobiliar könnte aus dem Restpostenlager eines Campingbedarfs stammen. Der Boden ist übersät mit Papier und Krümeln. „Egal“, findet Peter, „ich hab jetzt Hunger.“ Eine Speisekarte gibt es nicht. Der schmuddelige Wirt deutet auf eine Kreidetafel, auf die er die beiden heutigen Gerichte geschrieben hat. Dass eines davon mit Schwein zu tun hat, kann Peter aus früheren Urlaubserfahrungen übersetzen. Was ihnen dann serviert wird, ist in der Portion eines Fernfahrers würdig und ausgesprochen lecker. „Mmh. Lange nicht mehr so gut gegessen.“ Zufrieden lehnt sich Peter zurück.


In Salamanca ändern Peter und Elke die Richtung und fahren Richtung Süden. Die Landschaft wird hügeliger, es sind wieder Bäume, Häuser und Vieh zu sehen. Und dann geht es wieder in die Berge. Die Hügelkette der Sierra de Gredos erfordert erhöhte Aufmerksamkeit beim Fahren, zumal es sehr windig ist und der Hymer ordentlich geschüttelt wird. Oben auf den Bergen liegt Schnee und es ist sogar ein Skigebiet ausgewiesen.

„Da! Sieh mal! Störche“, weist Peter nach Süden, als sie die Schneehöhen verlassen haben. „In der Nähe ist ein Campingplatz. Den nehmen wir.“


Peter gibt die Koordinaten, die er dem Campingführer entnommen hat, in das Navi ein. In Malpartida de Plasencia ist der Platz auch ausgeschildert. Doch schon wieder stimmen die Koordinaten nicht und enden die Hinweisschilder irgendwo, nur nicht am Ziel. Elke muss eine Weile hin und her fahren und suchen. Die Suche wird mit einem herrlich gelegenem Platz belohnt. Und es ist der erste Platz der Reise, der die ADAC-Campingkarte akzeptiert und Rabatt gewährt.

„Ist das schön hier!“ Elke streckt sich und atmet tief durch. „Und hör mal das Vogelgezwitscher. Das hört sich ja fast an, als hätten die hier eine Voliere.“ „Ne, guck mal.“ Peter weist in die von zahlreichen Vögeln besetzten Bäume. „Hoffentlich lärmen die morgen nicht so früh los.“ Elke knufft ihn in die Seite. „Und wenn schon. Immer noch besser als dein Schnarchen.“


Der Campingplatz ist fast leer und im Restaurant sind Elke und Peter abends die einzigen Gäste. Peter zweifelt, dass es hier etwas Frisches zu essen gibt und will schon wieder gehen. Da kommt der rundliche Wirt mit blitzsauberer Schürze aus der Küche und empfängt sie überschwänglich wie verloren geglaubte Familienmitglieder. Ja ja, er habe etwas zu essen da, sie sollen doch bitte mit nach nebenan kommen, da sei es wärmer.

Die kleinere Gaststube wird dominiert von einem großen Kamin, in dem der Wirt nun unter pausenlosem Reden aus der Glut ein loderndes Feuer entfacht. Die Einrichtung erinnert an eine gemütliche Tiroler Berghütte. Nun rückt der Wirt Tisch und Stühle vor das Feuer und bedeutet Elke und Peter es sich bequem zu machen. Behände deckt er den Tisch mit Gläsern und Besteck, dann holt er zwei Zettel herbei.

„Die Speisekarte“, erkennt Peter. „Kannst du alles lesen?“ „Lesen schon. Aber nicht übersetzen“, gibt Elke, die sich bereits rundum gut aufgehoben fühlt, schmunzelnd zurück. Eifrig bietet der Wirt seine Hilfe an. Mit seinen paar deutschen Sprachkenntnissen und viel Fantasie erfahren Elke und Peter, dass sie aus drei Vorspeisen und drei Hauptspeisen auswählen können und ungefähr auch, worum es sich bei den Gerichten handelt. Nach ihrer Auswahl verschwindet der Wirt zufrieden in der Küche, um kurz darauf wieder zu erscheinen und eine Flasche Rotwein auf den Tisch zu stellen.

„Herrlich. So haben wir uns das gewünscht.“ Zufrieden lehnt Peter sich zurück. „Der Wein ist hervorragend“ stellt er dann noch fest.

Auch das Essen mit Schinkenplatte und Hirschgulasch lässt keine Wünsche offen. Der Wirt ist glücklich über seine zufriedenen Gäste und tischt zum Abschluss noch einen üppigen Nachtisch auf. Als dann nur 18 Euro auf der Rechnung stehen, glaubt Peter an einen Fehler. Aber nein, nein, beteuert der Wirt, das sei richtig so. „Dafür hätten wir bei uns nicht mal den Wein bekommen“, staunt Elke, der es fast peinlich ist, so wenig zu bezahlen.


Am nächsten Morgen studiert Elke erst einmal die Landkarte. Wenn sie nun schon so schön unabhängig auf Reisen sind, möchte sie auch so viel wie möglich entdecken. „Sevilla ist das nächste Ziel“, erklärt sie Peter, „das liegt fast auf dem Weg. Außerdem hab ich da einen Campingplatz ganz dicht am Zentrum gefunden.“

„Okay, einverstanden. Aber jetzt fahre ich wieder.“ „Du? Mit Gips? Kommt gar nicht in Frage!“

„Nein, ohne Gips“, gibt Peter von sich und holt die Werkzeugtasche aus einer Außenklappe des Hymers. Schwungvoll stellt er sie vor Elkes staunende Augen auf den Tisch und kramt eine Kneifzange heraus. Dann wickelt er die grüne Binde, die den Gips hält, von seinem Arm. „Hilf mir mal“, bittet er Elke. „Bist du sicher?“ fragt Elke eher rhetorisch. Sie kennt ihren Mann und weiß, dass er sicher ist. Und was soll sie ihm groß dreinreden. Wenn er Schmerzen bekommt, muss halt wieder ein Gips dran. Sie greift nach der Zange und schneidet vorsichtig Stück für Stück am Handballen und am Arm entlang. Schließlich kann Peter sich befreien und dabei bleibt der Gips so heil, dass er ihn zur Not auch wieder benutzen kann.

Als sie zur nächsten Etappe der Reise starten ist Peter froh, wieder das Steuer selbst in der Hand zu haben und Elke froh, sich wieder ausführlicher der Landschaft und nicht so sehr der Straße widmen zu können.


Um Almendralejo bis hinter Zafra wechselt das Landschaftsbild. Wein-, Oliven- und Korkeichenanbau erstreckt sich bis zum Horizont. Ab Fuente de Cantos wird es wieder hügeliger. In den ausgedehnten Korkeichenhainen fressen sich schwarze Schweine mit den Eicheln den leckeren Schinken an.

„Warum die hier wohl so viele Straßen gebaut haben?“, fragt sich Peter. „So viele Autos gibt es hier doch gar nicht.“ Sie befahren eine gut ausgebaute Landstraße, die fast parallel zur Autobahn verläuft.

„Versteh ich auch nicht. Und durch die Autobahn sind jetzt alle Hotels, Tankstellen und Restaurants an der Landstraße kaputt, weil keiner mehr dahin kommt. Halt!“, ruft Elke nun, „Da ist eins geöffnet und ich hab Hunger.“

Flugs schwenkt Peter auf den fast leeren Parkplatz des rustikal mit Felssteinen gebauten Restaurants ein. Auch innen ist alles sehr rustikal.

„Das ist ja wie in einem Schloss. Aber auch genauso kalt.“ Elke zweifelt, ob sie hier richtig sind. Da kommt schon ein freundlicher junger Mann herbei und weist Peter und Elke einen Tisch. Unter dem Tisch steht eine kleine Gasheizung, die der junge Mann jetzt in Betrieb nimmt. Dann breitet er die schwere Tischdecke über Elkes Beine. „Ist ja cool. So kann man das aushalten.“ Elkes Begeisterung steigert sich noch mit der großen Auswahl ganz hervorragender Tapas. Das Hotel Las Cumbres, bzw. seine Bar, ist wirklich zu empfehlen. Und die tolle Terrasse lässt erahnen, wie schön es im Sommer sein muss. „Hier müssen wir noch mal herkommen“, beschließt Elke und Peter stimmt ihr gerne zu.


Durch hübsche Landschaften und schöne kleine Dörfer, in denen Zitronen- und Apfelsinenbäume die Straße säumen, weist das Navi den Weg zum angepeilten Campingplatz.

„Wir sind mitten in Sevilla. Warum sagt das Navi, dass wir noch 20 Kilometer fahren müssen? Ich denke, der Platz ist nur 500 Meter vom Zentrum entfernt?“ Elke ist aber ganz abgelenkt vom vielen aus dem Fenster gucken. „Keine Ahnung. Fahr doch erst mal hin.“

Als das Navi verkündet, das Ziel sei nun erreicht, stehen Elke und Peter vor einem Campingplatz in Dos Hermanas.

„Das mit den 500 Metern scheint zu stimmen. Aber eben in diesem Vorortzentrum. Das ist ja, als würde man in Quickborn statt in Hamburg stehen. Wer, der sich nicht richtig auskennt, soll das mit den Vororten denn auf die Reihe kriegen?“ Während Elke noch überlegt, was jetzt zu tun sei, hupt es hinter dem Hymer. Peter hatte ihn in der Campingzufahrt angehalten und steht nun einem neuen Besucher im Weg.

„Wir bleiben hier“, entscheidet Peter und fährt auf den gut gebuchten Platz.

Bei der Anmeldung erfährt Elke, dass dieser tatsächlich der einzige und richtige Campingplatz von Sevilla ist. An der nächsten Hauptstraße um die Ecke fahren Busse ins Zentrum der Hauptstadt und zu allen Sehenswürdigkeiten. Doch leider dürfen keine Hunde mit in den Bus und so nützt er gar nichts. Alex längere Zeit alleine im Wohnmobil zu lassen kommt für Elke nicht in Frage.

Alex findet den Platz toll, denn es laufen hier jede Menge Katzen herum und er hat viel zu gucken. Jagen würde er sie nicht aber zu nahe kommen dürfen sie auch nicht. Peter guckt auch. Vor allem, was die anderen Camper treiben. Und dann lästert er tüchtig. Dabei ist er doch der Campinganfänger. Sicherlich lästern die anderen aber auch.


Wieder hat es die ganze Nacht geregnet, doch am Morgen scheint die Sonne. In den überfluteten Bahnen der Minigolfanlage baden die Enten. Die Umgebung des Campingplatzes ist ziemlich scheußlich und als Alex auf einer der Brachen seinen Haufen in einen Müllberg setzt, verzichtet Elke darauf, ihn mit Hundekotbeutel zu beseitigen. Das Plastik wäre hier die reinste Verschwendung. Aber immerhin sind die Straßen nicht nur von Tampons, sondern auch von zahlreichen benutzen Kondomen gesäumt.


„Ich hab einen Campingplatz bei Motril ins Navi eingegeben“, verkündet Peter bei Elkes Rückkehr. „Motril? Nie gehört. Wo ist das denn?“ „Am Meer.“ „Super. Nichts wie los!“, freut Elke sich auf Wasser, Strand und Sonne.

Doch zunächst einmal ist es schwierig, aus dem Ort heraus zu kommen. Das Navi ist nicht für Camper gedacht, man kann ihm also keine Größenangaben des Fahrzeugs eingeben. Der von ihm gesuchte Weg kreuzt eine Eisenbahnlinie und die Straßen führen darunter durch. Die Tunnel sind jedoch nicht hoch genug für den Hymer. Im Labyrinth der engen Einbahnstraßen fährt Peter sich auf der Suche nach einem Ausweg ohne Tunnel fast fest. Endlich erreicht er eine größere Straße und stößt vor Erleichterung einen hörbaren Seufzer aus. „Soll ich wieder fahren?“, lächelt Elke süffisant. Peter grinst sie nur schief an. Auf den größeren Straßen und ohne auf den Protest des Navi zu achten, gelingt dann auch die Querung der Bahnlinie.

Bei einem kurzen Stop außerhalb des Ortes droht schon das nächste Ungemach. Auf der Brache neben der Straße ist eine große Ziegenherde unterwegs und schickt sich nun an, den Standort zu wechseln. Alex schaut interessiert zu den Hütehunden. „Fang ihn ein und dann nichts wie weg“, ruft Peter Elke zu. „Wenn die uns umzingeln, stehen wir hier ewig!“


Die Strecke rüber nach Granda verläuft sehr lange durch eine Hügellandschaft, deren kahler Boden komplett mit Reihen von Olivenbäumen überzogen ist. Hübsch ist das nicht. „Die haben aber weite Wege zur Ernte“, überlegt Peter angesichts der gigantischen Flächen und nur weniger Dörfer und Häuser.

„Und wie finden die denn den Weg aus den riesigen Olivenhainen wieder raus? Zwischen den Bäumen sieht doch alles gleich aus und drüber gucken kann man nicht, dafür sind sie zu hoch. Ob die Spuren legen? Oder GPS-Sender dabei haben?“, gibt Elke zu bedenken.

„Sieh mal da“, deutet Elke nach vorne, „Schon wieder eine Großbaustelle für eine neue Straße. Wer braucht die denn hier? Nicht mal auf der vorhandenen Straße ist Verkehr. Vielleicht ist hier im Sommer mehr los?“


Schließlich ist Granada erreicht. Das Navi versagt die weitere Zielführung und Elke greift auf ihren Straßenatlas zurück. Weil sie den Abzweig zur richtigen Autobahn nicht gleich findet, sehen Peter und sie ein bisschen von der Stadt, die sich malerisch in ein weites Tal ergießt. Oder klettert sie den Hügel rauf? Dann ist die richtige Autobahn gefunden.

„Boah, ist das schön!“ Elke ist ganz hingerissen, als es immer höher in Berge geht. Das bietet noch einmal ganz neue Aussichten auf Granada.

Die Autobahn Richtung Süden verläuft westlich des Naturparks Sierra Nevada durch seine Ausläufer. Gigantische Berge mit schneebedeckten Kuppen, große, fast türkisfarbene Stauseen, hohe Viadukte, verspielte Wolkenschatten auf den Hügeln und in der Ferne das helle, vom Meer gespiegelt Licht. Peter ist ganz ruhig. Weil er die atemberaubende Landschaft genießt und weil es stürmt und er ordentlich zu tun hat, das Lenkrad des Hymers zu halten.

Und dann sehen sie in der Ferne das Meer glitzern. „Yeah! Da ist es!“ jubelt Elke. Bis Carchuna zum Campingplatz sind es aber noch einige Kilometer. Und dann, nach 18 Tagen und 4001 Kilometern, sind Peter, Elke und Alex am Mittelmeer angekommen.



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Januar 2014

© Susanne Norden